Bologna - eine Stadt mit Geschichte

Die Geschichte Bolognas fing schon mit den Etruskern an. Im VI. Jahrhundert v. Chr. trug die Stadt den etruskischen Namen "Velzna", dann "Felsina". Zahlreiche Zeugnisse dieser bedeutenden Urgeschichte sind heute im archäologischen Museum zu sehen.

Später nannten die Römer die Stadt "Bononia", woraus der aktuelle Name stammt.

Das vielleicht wichtigste Datum in der Geschichte Bolognas ist das Jahr 1088, aus dem das erste historische Zeugnis über die Universität stammt. Bologna wäre demnach die älteste europäische Universität.

Noch heute stehen in den Höfen der Kirchen San Francesco und San Domenico die fein bearbeiteten Marmorgräber der "Glossatori", der ersten mittelalterlichen Gelehrten, die die Universität berühmt machten.
Im Mittelalter war Bologna eine bedeutende und florierende Stadt. Zwischen dem 12. und dem 15. Jh. entstanden die wichtigsten Gebäude, die den Stadtkern kennzeichnen.

Darunter sind die zwei Türme, traditionelles Wahrzeichen der Stadt, die Basilika San Petronio mit ihrer unvollendeten Fassade und Palazzo Re Enzo, so genannt nach dem Sohn Kaisers Friedrichs II., der 1249 von den Bologneser gefangen genommen wurde und hier bis zu seinem Tod 1272 ein "goldenes Exil" verbrachte.

Seit dem 16. Jahrhundert gehörte Bologna dem Kirchenstaat: es war die zweitwichtigste Stadt nach Rom und behielt immer eine ziemlich große Autonomie. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Bauentwicklung der Stadt sehr stark, vor allem ausserhalb der Stadtmauern. Mitte des 18. Jhs wurde der Arkadenweg nach San Luca gebaut.

Bologna ist auch die Stadt von bedeutenden Malern, wie z.B. die Brüder Carracci, Guido Reni und, im 20. Jahrhundert, Giorgio Morandi, dessen berühmte Stillleben im Museum Morandi innerhalb des Kommunalpalastes zu sehen sind.

Letzte Modifikation 07.04.2003
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