Florenz
Wie Ferrara die Stadt der Este, ist Florenz die Stadt der Medici. Herrscher, Päpste, Bankiers, Händler, Dichter und Mäzene: all das waren die Medici, die die Stadt drei Jahrhunderte lang regierten. Und sie regierten nicht nur in Florenz: im 16. Jh. saßen zuerst Caterina und dann Maria de' Medici für insgesamt ein halbes Jahrhundert auf dem französischen Thron.


Politik lag wohl den Florentinern schon immer im Blut: Dante Alighieri porträtierte ausdrucksvoll in seiner "Comedia" die Fraktionskämpfe seiner Zeit, und Machiavelli schrieb mit seinem "Principe" die erste moderne Abhandlung über die Staatsraison.


A
ber der bei weitem größte Verdienst der Medici war die Förderung der Kultur: an ihrem Hof entstand durch Künstler wie Brunelleschi, Masaccio und Donatello eine neue Kunstbewegung, die auch eine neue Weltsicht darstellte: die Renaissance. Botticelli, Beato Angelico, Della Robbia, Leon Battista Alberti führten diese Bewegung fort und ließen Florenz das kulturelle Zentrum der westlichen Welt werden. Auch Leonardo da Vinci und Michelangelo bildeten sich am Hof der Medici. Die Kunstschätze, die zu dieser Zeit entstanden, gehören zum kulturellen Erbe nicht nur von Florenz, sondern der ganzen Welt und machen diese Stadt zu einem der bedeutensten Reiseziele überhaupt.

Letzte Modifikation 07.04.2003
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